Fototour durch Frankfurt mit Diana am 27. November 2006

Endlich haben es Diana und ich geschafft und sind in Frankfurt auf Fototour gegangen (wollten das seit 2 Jahren machen).

Anfangs war ich ein wenig skeptisch, ob Spätherbst wirklich die beste Jahreszeit ist, aber Diana hat mich letztlich doch überzeugen können, daß es in Frankfurt genügend Motive, auch um diese Jahreszeit, gibt.

Wir sind also losgezogen ... unser erstes Ziel war die Straße "Neue Kräme", die in rechtem Winkel von der Zeil weggeht richtung Römer.

Hier trifft man auf viele Bettler, Straßenhändler und Straßenmusiker, die für diesen Tag unsere Motive sein sollten. Als wir in besagter Gasse ankamen gingen wir zuerst durch einen kleinen Eingang in den Innenhof des Kapuzinerklosters Liebfrauen.

Im Innenhof dieses Klosters (an das eine Kath. Kirche angrenzt) stand eine Marienstatue, die mit Blumen geschmücht war, vor der man Kerzen anzünden und Gebete sprechen konnte.

Die Statue ist eine Nachbildung der Madonna der sixtinischen Kapelle.

Diana sprach eine Frau an, ob sie sie dabei fotografieren könne, wie sie eine Kerze anzündet. Die Frau (im Bild links am Rand) willigte ein und erzählte Diana kurz, daß sie jetzt zu einer für sie sehr schwierigen Untersuchung gehen müsse und sie deshalb die Kerze angezündet hat.

Für uns als Evangelische Christen unverständlich, daß man nicht direkt zu Jesus betet, sondern Maria, oder einen anderen Heiligen als Mittler anruft. 

Während wir im Innenhof des Klosters munter drauf los knipsten, kam auf einmal ein Mönch auf uns zu, stellte sich als Bruder Wendelin vor und fragte, ob wir von der Presse wären.

Wir verneinten. Trotzdem erzählte er uns von seiner Obdachlosenarbeit, dem "Franziskustreff" (Mehr Infos gibt es unter www.liebfrauen.net). War sehr interessant.

Nachdem wir im Innenhof fertig geknipst hatten ging es in die Kirche rein.

Hier ein sehr schönes Mosaik Fenster:

Nachdem wir auch in der Kirche alle uns wichtig erscheinenden Motive mit unseren Kameras festgehalten hatten machten wir uns mit den Leuten vor dem Gotteshaus vertraut.

Diesen Mann habe ich aus einigen Metern Entfernung mit dem Teleobjektiv (Brennweite 300) fotografiert. Er hat es nicht bemerkt. Als Diana ihn fragte, ob sie ihn fotografieren könne lehnte er heftig ab (sehr strange).

Vor der Kirche auf der Straße saß Stella und hat gebettelt. Ich vermute sie ist mit einer Bettlerbande nach Deutschland gekommen. Stella sprach kein Wort Deutsch.

Im Gegenteil zu dem Lama-Mann hatte sie auf unsere Anfrage hin nichts dagegen sich von uns ausführlichst fotografieren zu lassen.

Eine alte Frau im Rollstuhl, die nicht fotografiert werden wollte, hat für uns übersetzt. Stella ist für einen Monat in Deutschland und kommt aus Rumänien. Ich schätzte sie auf 17-19 Jahre. 

Ein paar Meter weiter traf ich Olaf. Er verkauft selber hergestellte Heiligenbildchen. Ich unterhalte mich mit ihm und frage ihn, was er genau macht.

Olaf ist Katholischer Christ und versucht über den Verkauf von Heiligenbildchen mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Ich erzähle ihm, daß ich auch Christ bin. Er fragt mich: "... nur Namenschrist, oder hast Du auch Jesus in Deinem Herzen?" , "- Ich weiß daß Jesus mir meine Schuld vergebn hat und durch seinen Heiligen Geist in mir lebt". Olaf freut sich und erzählt, daß er den Leuten, die bei ihm kaufen immer noch ein Kärtchen mit einem Bibelvers mitgibt. 

Nach einem Mittagessen bei Pizza Hut ging es weiter in die Goethestraße, das ist die Schicki-Micki-Einkaufsstraße. Hier haben wir diesen Mann beim Geigespielen angetroffen.

Zuerst hab ich ihn wieder nur von weitem fotografiert. Als er uns gesehen hat, hat er eingewilligt daß wir ihn fotografieren. Das ist eines meiner schönsten Bilder ...

Auf dem Weg zur Straßenbahn sind wir noch in eine Demo reingekommen (Schüler gegen das hessische Bildungswesen).

Das Fazit des Nachmittags: frankfurt hat echt coole Motive, besonders die Menschen, die sich hier aufhalten sind es wert. Ich muß schauen, daß ich das öfters mache.

AND.